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Im November 1987 startete die Stahlstiftung ihre Aktivitäten mit einem ersten Berufsorientierungsseminar in Eisenerz, wenig später begann auch in Linz ein Kurs. Bereits Anfang 1987 stand fest, dass der Personalabbau in der VOEST-ALPINE, der nach dem Crash im Jahr 1985 begonnen hatte, nochmals forciert werden musste. Zudem war zu diesem Zeitpunkt klar, dass es keine weitere gesetzliche Regelung geben würde, die vorzeitige Pensionierungen ermöglicht hätte. Eine politische Problemlösung war nicht in Sicht. Auf der anderen Seite gab es bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine Stimmung, die sich mit drei kurzen Schlagworten beschreiben lässt: Angst, Hilflosigkeit und fehlende persönliche Perspektiven. Hilfe zur Selbsthilfe Vor diesem Hintergrund haben die Betriebsräte und Manager des Unternehmens eine gemeinsame Initiative gestartet. Die zentrale Überzeugung dabei: Was die Menschen wirklich brauchen, sind nicht Geld und Sozialpläne, sondern eine effiziente Hilfe bei der Wiedereingliederung ins Erwerbsleben. Und dazu gab es eine grobe Idee, die als Konzept niedergeschrieben wurde. Alle Beteiligten waren zwar vorerst noch unsicher, ob sich diese Vorstellungen in der Praxis verwirklichen lassen würden. Im Sommer 1987 gab es jedoch Kontakte mit der Dillinger Hütte im deutschen Saarland, dort gab es eine „Stahlstiftung". Nach einem Besuch waren alle Beteiligten bei der VOEST überzeugt, dass auch das eigene Modell funktionieren müsste. Im Herbst 1987 nahm die Stahlstiftung ihre Arbeit auf, zuerst in Eisenerz, einige Wochen später auch in Linz. Mitte 1988 wurde auch das Arbeitslosenversicherungsgesetz so novelliert, dass die Stahlstiftung eine rechtliche Basis bekam. |